Darf man in Luxemburg eine Drohne fliegen?

Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.

Behörde

Direction de l'aviation civile (DAC)

Rahmenwerk

EU 2019/947 (offene EASA-Kategorie) + nationaler Vollzugsrahmen

Kompetenznachweis

Fernpilotenlizenz

Kartierte Zonen

47

WICHTIGSTE REGELN (OFFENE KATEGORIE NACH EASA)

  1. In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten; in Hanglage kann also auch der Boden neben dir zählen. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden.
  2. Verpflichtende, kostenlose A1/A3-Online-Schulung über die LearningZone-Plattform von Eurocontrol (FR/DE/EN/LB, Zugang für 3 Monate, verlängerbar); das Zeugnis ist 5 Jahre gültig. Das Mindestalter für den Betrieb eines unbemannten Luftfahrzeugs in der „offenen“ Kategorie beträgt in Luxemburg 14 Jahre (Art. 2 der großherzoglichen Verordnung vom 22. Dezember 2025); ein jüngerer Minderjähriger fliegt unter Aufsicht einer Person über 16, die die erforderlichen Qualifikationen besitzt. Die Prüfung OPEN A2 wird in den Räumlichkeiten der DAC abgelegt und kostet 45 €.
  3. Haftpflichtversicherung verpflichtend (Policennummer bei der Registrierung erforderlich)
  4. Die CTR des Flughafens Luxemburg-Findel deckt einen erheblichen Teil des Landes ab
  5. In der offenen Kategorie musst du die Drohne in deiner eigenen direkten Sichtlinie mit bloßem Auge halten (Korrekturbrille/-linsen erlaubt; Fernglas oder Bildschirm zählen nicht) – oder dich von einem Beobachter unterstützen lassen, mit jederzeit klarer und wirksamer Kommunikation zwischen euch, damit ihr gemeinsam den Luftraum überwacht und Kollisionen vermeidet. Der „Follow-me“-Modus ist eine gesonderte Ausnahme und bis zu 50 m vom Fernpiloten entfernt erlaubt.
  6. Fliege nicht über Menschenansammlungen. Die Vorschriften für unbeteiligte Personen hängen von der Unterkategorie, der Klassenkennzeichnung und den Betriebsbedingungen ab; prüfe die offizielle Matrix.
  7. Beachte die CTR von Luxemburg-Findel und die auf Geoportail.lu veröffentlichten geografischen UAS-Zonen – seit der EASA-Harmonisierung gibt es keine pauschale 5-km-Pufferzone mehr
  8. Nachtflüge sind in Luxemburg in der offenen Kategorie erlaubt, sofern die grundlegenden EASA-Anforderungen erfüllt sind. Einige geografische Zonen – insbesondere rund um Findel – sehen jedoch Bedingungen oder eine besondere Nachtfluggenehmigung vor: Prüfe die Bedingungen für jede Zone unter g-o.lu/uas.
  9. Großherzoglicher Palast, Justizvollzugsanstalten und Militärzonen: vorherige Genehmigung erforderlich – örtliche Stadien und Flugplätze (Useldange, Noertrange): Fliegen verboten.

Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

47 Zonen · täglich aktualisiert

Offizielle Quelle öffnen ↗

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Luxemburg eine Drohne zu fliegen?

Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können – sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. Davon zu unterscheiden ist der Kompetenznachweis (hier: „Fernpilotenlizenz“): Den brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du über einen Online-Theorietest der zuständigen Behörde – hier: Direction de l'aviation civile (DAC). Er gilt dann im gesamten EASA-Raum, nicht nur in diesem Land.

Darf ich in Luxemburg als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?

Ja – die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso in Luxemburg. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal – in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst. Zuständige Behörde hier: Direction de l'aviation civile (DAC). Luxemburg schreibt für jeden Drohnenbetrieb eine Haftpflichtversicherung vor, auch für Freizeitflüge in der offenen Kategorie — führe einen Nachweis über einen für Flüge in Luxemburg gültigen Schutz mit.

Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Luxemburg?

Kurz gesagt: In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten; in Hanglage kann also auch der Boden neben dir zählen. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden. Hinzu kommt: Verpflichtende, kostenlose A1/A3-Online-Schulung über die LearningZone-Plattform von Eurocontrol (FR/DE/EN/LB, Zugang für 3 Monate, verlängerbar); das Zeugnis ist 5 Jahre gültig. Das Mindestalter für den Betrieb eines unbemannten Luftfahrzeugs in der „offenen“ Kategorie beträgt in Luxemburg 14 Jahre (Art. 2 der großherzoglichen Verordnung vom 22. Dezember 2025); ein jüngerer Minderjähriger fliegt unter Aufsicht einer Person über 16, die die erforderlichen Qualifikationen besitzt. Die Prüfung OPEN A2 wird in den Räumlichkeiten der DAC abgelegt und kostet 45 €. Außerdem: Haftpflichtversicherung verpflichtend (Policennummer bei der Registrierung erforderlich). Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Luxemburg können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.

Wo darf ich in Luxemburg keine Drohne fliegen?

Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Jede Zone in Luxemburg siehst du auf der interaktiven Karte auf dieser Seite und in der DrohnenKoll-App genau dort, wo du gerade stehst.

Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Luxemburg?

Für den Drohnenflug in Luxemburg ist diese Behörde zuständig: Direction de l'aviation civile (DAC). Den Luftraum selbst verwaltet eine eigene Stelle: ANA Luxembourg. Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen – diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.

Gut zu wissen

OFFIZIELLE QUELLEN

WEITERE RESSOURCEN

Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der DAC und von Geoportail.lu. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Luxemburg wendet die EASA-Vorschriften mit zusätzlichen nationalen Anforderungen an.

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