Darf man in Singapur eine Drohne fliegen?
Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.
Behörde
Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS)
Rahmenwerk
Air Navigation Act 1966 + Air Navigation (101 — Unmanned Aircraft Operations) Regulations 2019
Kompetenznachweis
UA-Pilotenlizenz (UA Pilot Licence)
WICHTIGSTE REGELN
- Standard sind 200 ft (60 m über NN) — 400 ft (122 m) gelten für lizenzierte gewerbliche Betreiber in ausgewiesenen Zonen mehr als 6 km von einem Flughafen entfernt. Prüfe die aktuellen Zonenkarten und Bedingungen, bevor du dich auf die höhere Grenze verlässt.
- Du musst dein unbemanntes Luftfahrzeug bei der CAAS registrieren, wenn es mehr als 250 g wiegt. Die Registrierung kostet 25 SGD und läuft nicht ab — du musst sie nur aktualisieren oder löschen, wenn die Drohne verloren geht, beschädigt oder verkauft wird oder ihr Kennzeichen unlesbar wird. Für die Registrierung musst du mindestens 16 Jahre alt sein; bei jüngeren Piloten muss ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter die Drohne registrieren.
- Freizeitflüge im Freien mit einer Drohne über 1,5 kg bis 7 kg erfordern ein UA Basic Training Certificate (einmaliger Kurs von ~2 Stunden bei einer von der CAAS anerkannten Organisation) oder eine UA-Pilotenlizenz (UA Pilot Licence, UAPL), und der Pilot muss mindestens 16 Jahre alt sein.
- Eine UA-Pilotenlizenz (UAPL) ist für jede gewerbliche oder berufliche Nutzung unabhängig vom Gewicht erforderlich sowie für jede Drohne über 7 kg unabhängig vom Zweck. Eine UAPL der Klasse A deckt Drohnen bis 25 kg ab; eine UAPL der Klasse B gilt für bestimmte Modelle über 25 kg. Ausländische Drohnenlizenzen können nicht in eine UAPL umgewandelt werden.
- Halte mindestens 5 km Abstand zu Flughäfen und Militärflugplätzen, sofern du dafür kein CAAS Activity Permit besitzt — prüfe die genaue aktuelle Entfernung, bevor du in der Nähe eines Militärflugplatzes fliegst.
- Eine Drohne nach Singapur hinein oder aus Singapur heraus zu fliegen (z. B. über die Johor-Straße), ist ohne grenzüberschreitende Genehmigung der CAAS illegal, unabhängig vom Gewicht der Drohne.
- Broadcast Remote ID (B-RID) ist seit dem 1. Dezember 2025 für unbemannte Luftfahrzeuge über 250 g verpflichtend, ausgenommen der Betrieb in Innenräumen oder geschlossenen Bereichen sowie Fälle, in denen der Betreiber ein Operator Permit besitzt und die App FlyItSafe nutzt.
- Nachtflüge sind nur erlaubt, wenn die vorgeschriebene Beleuchtung eingeschaltet ist und VLOS jederzeit eingehalten wird; Flüge außerhalb der Sichtverbindung erfordern ein Operator Permit und ein Class 1 Activity Permit.
- Halte stets die direkte Sichtverbindung (VLOS)
- Für Freizeitflüge (Drohne bis 25 kg) ist ein CAAS Class 2 Activity Permit erforderlich, um höher als 200 ft über dem mittleren Meeresspiegel, im Umkreis von 5 km um einen Flughafen oder Militärflugplatz oder in einem Flugbeschränkungs- oder Gefahrengebiet zu fliegen. Für Schutzgebiete ist außerdem eine Genehmigung der Singapore Police Force nötig. In Flugverbotsgebieten ist das Fliegen niemals erlaubt.
- Die Strafen sind gestaffelt: Bei der ersten Verurteilung wegen schwerer Verstöße (z. B. Fliegen in einem verbotenen oder geschützten Gebiet oder Betrieb in beeinträchtigtem Zustand) drohen bis zu 50 000 SGD oder 2 Jahre Haft – bei Wiederholung bis zu 100 000 SGD oder 5 Jahre. Leichtere Verstöße (z. B. das Fliegen einer nicht registrierten Drohne oder ein B-RID-Verstoß) werden mit geringeren Strafen von bis zu 10 000 SGD und bis zu 6 Monaten Haft geahndet.
- Fliege nicht über Menschen, Gebäude oder gesperrte Anlagen.
Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Singapur eine Drohne zu fliegen?
Der relevante Nachweis in Singapur: UA-Pilotenlizenz (UA Pilot Licence). Ob du ihn brauchst, hängt vom Gewicht deiner Drohne und davon ab, wie du fliegst. Zuständige Behörde: Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS). Die offiziellen Quellen unten erklären genau, wann der Nachweis erforderlich ist.
Darf ich in Singapur als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?
Ja, mit Vorbereitung — Touristen müssen Drohnen über 250 g registrieren: Beantrage etwa eine Woche vor der Ankunft ein UAPass-Konto, kaufe die Kennmarke für 25 Singapur-Dollar in einer SingPost-Filiale und registriere dich dann online; über 250 g muss die Drohne zudem Remote ID senden. Unter 250 g ist nichts nötig. Bleib unter 200 ft über dem Meeresspiegel und außerhalb der weiträumigen Sperrgebiete — für weite Teile Singapurs braucht es eine Genehmigung. Die Regeln für ausländische Piloten können sich ändern – kläre daher vor der Reise stets mit der zuständigen Behörde ab, was gilt, und sieh dir die offiziellen Quellen unten an. Zuständige Behörde: Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS).
Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Singapur?
Kurz gesagt: Standard sind 200 ft (60 m über NN) — 400 ft (122 m) gelten für lizenzierte gewerbliche Betreiber in ausgewiesenen Zonen mehr als 6 km von einem Flughafen entfernt. Prüfe die aktuellen Zonenkarten und Bedingungen, bevor du dich auf die höhere Grenze verlässt. Hinzu kommt: Du musst dein unbemanntes Luftfahrzeug bei der CAAS registrieren, wenn es mehr als 250 g wiegt. Die Registrierung kostet 25 SGD und läuft nicht ab — du musst sie nur aktualisieren oder löschen, wenn die Drohne verloren geht, beschädigt oder verkauft wird oder ihr Kennzeichen unlesbar wird. Für die Registrierung musst du mindestens 16 Jahre alt sein; bei jüngeren Piloten muss ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter die Drohne registrieren. Außerdem: Freizeitflüge im Freien mit einer Drohne über 1,5 kg bis 7 kg erfordern ein UA Basic Training Certificate (einmaliger Kurs von ~2 Stunden bei einer von der CAAS anerkannten Organisation) oder eine UA-Pilotenlizenz (UA Pilot Licence, UAPL), und der Pilot muss mindestens 16 Jahre alt sein. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Singapur können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.
Wo darf ich in Singapur keine Drohne fliegen?
Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Die offizielle Karte für die Zonen in Singapur ist unten unter Quellen verlinkt, und die DrohnenKoll-App zeigt dir dazu die aktuellen NOTAMs (vorübergehende Luftraumbeschränkungen).
Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Singapur?
Für den Drohnenflug in Singapur ist diese Behörde zuständig: Civil Aviation Authority of Singapore (CAAS). Diese Stelle ist sowohl für die Vorschriften als auch für den Luftraum verantwortlich. Die offiziellen Seiten sind unten unter Quellen verlinkt – dort werden Änderungen zuerst veröffentlicht.
Gut zu wissen
OFFIZIELLE QUELLEN
- CAAS – Unbemannte LuftfahrzeugeOffizielle Drohnenvorschriften und -hinweise der Civil Aviation Authority of Singaporecaas.gov.sg
- OneMap – LuftraumkarteOffizielle Karte Singapurs mit Drohnenflugzonen und -beschränkungenonemap.gov.sg
- CAAS – Anforderungen für UA-FlügeOffizielle CAAS-Regeln für Freizeit-, Bildungs- und geschäftliche Drohnenflüge in Singapurcaas.gov.sg
- CAAS – UA-RegistrierungSo registrierst du deine Drohne bei der CAAS: Kaufe das Etikett für 25 SGD, bring es an und registriere sie dann im UA Portalcaas.gov.sg
WEITERE RESSOURCEN
Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der CAAS. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Singapur hat sehr strenge Drohnenvorschriften mit hohen Strafen.
Die App
Alles im Blick, aktuell – in deiner Hosentasche
DrohnenKoll zeigt Wetterdaten und aktuelle NOTAMs auf der Karte an – mit integriertem Flugprotokoll und Checklisten.
Mehr in der App:Interaktive Zonenkarte · Flugprotokoll · Planung und Messung · Checklisten vor dem Flug

