Darf man in Spanien eine Drohne fliegen?
Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.
Behörde
AESA
Rahmenwerk
EU 2019/947 (offene EASA-Kategorie) + RD 517/2024
Kompetenznachweis
Pilotenzeugnis
Kartierte Zonen
27
WICHTIGSTE REGELN (OFFENE KATEGORIE NACH EASA)
- In der offenen Kategorie liegt die maximale Höhe bei 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten, sodass an einem Hang auch das Gelände neben dir zählen kann. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden.
- Du musst dich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder mehr als 80 J Aufprallenergie übertragen kann) – das gilt sogar für Spielzeug. Unter 250 g ist die Registrierung dennoch Pflicht, wenn die Drohne einen Sensor trägt, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug nach der EU-Spielzeugrichtlinie. Anforderungen an Schulung und Pilotenzeugnis sind davon getrennt und hängen von Klasse und Unterkategorie der Drohne ab.
- In Spanien beträgt das Mindestalter nach RD 517/2024 (Art. 7) 12 Jahre für C0-Drohnen in der Unterkategorie A1 und 14 Jahre für C1/C2 und A3 ohne direkte Aufsicht; in beiden Fällen ist der Abschluss der A1/A3-Onlineschulung und -prüfung erforderlich.
- Flüge in städtischer Umgebung oder über Menschenansammlungen: UAS-Betreiber, die der Registrierungspflicht unterliegen, müssen dies dem Ministerio del Interior vorab melden, mindestens fünf Kalendertage vor dem geplanten Beginn des Betriebs (Art. 40 des RD 517/2024).
- In der offenen Kategorie muss die Drohne in deiner eigenen direkten Sichtverbindung mit bloßem Auge bleiben (Korrekturbrille oder Kontaktlinsen sind in Ordnung; Fernglas oder Bildschirm zählen nicht) – oder du fliegst mit Unterstützung eines Beobachters und sorgst jederzeit für eine klare und wirksame Verständigung zwischen euch, damit ihr gemeinsam den Luftraum beobachten und Zusammenstöße vermeiden könnt. Der Follow-me-Modus ist eine gesonderte Ausnahme und bis 50 m Entfernung zum Piloten erlaubt.
- Fliege nicht über Menschenansammlungen. Die Vorschriften für unbeteiligte Personen hängen von der Unterkategorie, der Klassenkennzeichnung und den Betriebsbedingungen ab; beachte die offizielle Matrix.
- Beachte die UAS-Flugverbotszonen rund um Flughäfen und Flugplätze (RD 517/2024) – prüfe stets die Karte ENAIRE Drones.
- Nachtflüge sind in der offenen Kategorie erlaubt – die Drohne muss mit einem sichtbaren grünen Blinklicht ausgestattet sein.
- Für Nationalparks ist eine ausdrückliche Genehmigung der Parkverwaltung erforderlich.
- Kanarische und Balearische Inseln: Zusätzliche örtliche Beschränkungen können gelten.
Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen
27 Zonen · täglich aktualisiert
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Spanien eine Drohne zu fliegen?
Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können – sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. Davon zu unterscheiden ist der Kompetenznachweis (hier: „Pilotenzeugnis“): Den brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du über einen Online-Theorietest der zuständigen Behörde – hier: AESA. Er gilt dann im gesamten EASA-Raum, nicht nur in diesem Land.
Darf ich in Spanien als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?
Ja – die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso in Spanien. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal – in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst. Zuständige Behörde hier: AESA. Für jeden Flug in einer Stadt oder Ortschaft sowie über Menschenansammlungen verlangt Spanien eine Anmeldung beim Innenministerium mindestens 5 Kalendertage im Voraus — und das gilt auch für Freizeitpiloten und Kameradrohnen unter 250 g.
Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Spanien?
Kurz gesagt: In der offenen Kategorie liegt die maximale Höhe bei 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten, sodass an einem Hang auch das Gelände neben dir zählen kann. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden. Hinzu kommt: Du musst dich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder mehr als 80 J Aufprallenergie übertragen kann) – das gilt sogar für Spielzeug. Unter 250 g ist die Registrierung dennoch Pflicht, wenn die Drohne einen Sensor trägt, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug nach der EU-Spielzeugrichtlinie. Anforderungen an Schulung und Pilotenzeugnis sind davon getrennt und hängen von Klasse und Unterkategorie der Drohne ab. Außerdem: In Spanien beträgt das Mindestalter nach RD 517/2024 (Art. 7) 12 Jahre für C0-Drohnen in der Unterkategorie A1 und 14 Jahre für C1/C2 und A3 ohne direkte Aufsicht; in beiden Fällen ist der Abschluss der A1/A3-Onlineschulung und -prüfung erforderlich. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Spanien können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.
Wo darf ich in Spanien keine Drohne fliegen?
Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Jede Zone in Spanien siehst du auf der interaktiven Karte auf dieser Seite und in der DrohnenKoll-App genau dort, wo du gerade stehst.
Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Spanien?
Für den Drohnenflug in Spanien ist diese Behörde zuständig: AESA. Den Luftraum selbst verwaltet eine eigene Stelle: ENAIRE. Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen – diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.
Gut zu wissen
OFFIZIELLE QUELLEN
- AESA – DrohnenvorschriftenOffizielle Vorschriften und Ressourcen der staatlichen Agentur für Luftfahrtsicherheit zu Drohnenseguridadaerea.gob.es
- AESA – BetreiberregistrierungKostenlose Registrierung als UAS-Betreiber (3 Jahre gültig, in allen EU-/EASA-Ländern anerkannt)seguridadaerea.gob.es
- ENAIRE – Luftraumkarte für DrohnenOffizielle interaktive Karte mit Beschränkungsgebieten, CTRs und Luftrauminformationendrones.enaire.es
- AESA – Online-PilotenprüfungPortal für die A1/A3-Onlineschulung und -prüfungseguridadaerea.gob.es
WEITERE RESSOURCEN
Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der AESA. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Spanien wendet die EASA-Vorschriften mit nationalen Ergänzungen an – erkundige dich bei der AESA nach den aktuellen Regeln.
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