Darf man in Portugal eine Drohne fliegen?
Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.
Behörde
ANAC Portugal
Rahmenwerk
EU 2019/947 (offene EASA-Kategorie) + nationaler Vollzugsrahmen
Kompetenznachweis
A1/A3-Zeugnis
Kartierte Zonen
329
WESENTLICHE REGELN (EASA OPEN-KATEGORIE)
- Maximal 120 m über Grund (EASA Open-Kategorie)
- Registrierung als UAS-Betreiber (kostenlos, 3 Jahre gültig), wenn die Drohne ab 250 g wiegt oder eine Kamera hat
- A1/A3-Onlineschulung verpflichtend für Drohnen ab 250 g – Mindestalter des Piloten: 16 Jahre.
- Haftpflichtversicherung verpflichtend für Drohnen über 900 g
- Das Überfliegen von Militäranlagen, Gefängnissen, Botschaften und Sicherheitskräften ist verboten (Decree-Law No. 87/2021). Für den Sintra-Cascais Natural Park ist eine Genehmigung des ICNF erforderlich.
- Halte die Drohne stets in direkter Sichtverbindung (VLOS)
- Fliege nicht über Menschenansammlungen. Die Regeln für unbeteiligte Personen hängen von Unterkategorie, Klassenkennzeichnung und Betriebsbedingungen ab; prüfe die offizielle Matrix.
- Fliege nicht ohne Genehmigung in Schutzzonen von Flughäfen und Hubschrauberlandeplätzen (CTR/ATZ) – prüfe die Zonen auf der Karte der App und unter voanaboa.pt.
- Nachtflüge sind in der Open-Kategorie ohne ANAC-Genehmigung erlaubt – schalte ein grünes Blinklicht an der Drohne ein.
- Azores und Madeira: Es können zusätzliche regionale Beschränkungen gelten
- Luftbildfotografie und -filmaufnahmen (sowie deren Verbreitung) erfordern eine Genehmigung der AAN – Anträge können kostenlos online über die e-AAN-Plattform gestellt werden.
Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen
329 Zonen · täglich aktualisiert
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Portugal eine Drohne zu fliegen?
Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können — sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. A1/A3-Zeugnis ist etwas anderes: Diesen Kompetenznachweis brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du, indem du bei ANAC Portugal einen Online-Theorietest bestehst; er ist dann im gesamten EASA-Raum gültig, nicht nur hier.
Darf ich in Portugal als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?
Ja — die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso in Portugal. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal — in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst, hier bei ANAC Portugal. Portugal verlangt für jede Bildaufnahme aus der Luft eine vorherige, kostenlose Genehmigung der Militärluftfahrtbehörde AAN — beantrage sie über das e-AAN-Portal, am besten 10 Tage vor dem Flug — und für Drohnen über 900 g ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht.
Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Portugal?
Kurz gesagt: Maximal 120 m über Grund (EASA Open-Kategorie). Hinzu kommt: Registrierung als UAS-Betreiber (kostenlos, 3 Jahre gültig), wenn die Drohne ab 250 g wiegt oder eine Kamera hat. Außerdem: A1/A3-Onlineschulung verpflichtend für Drohnen ab 250 g – Mindestalter des Piloten: 16 Jahre. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Portugal können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.
Wo darf ich in Portugal keine Drohne fliegen?
Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen — typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. In Portugal siehst du jede Zone auf der interaktiven Karte auf dieser Seite und in der DrohnenKoll-App genau dort, wo du gerade stehst.
Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Portugal?
Der Drohnenflug in Portugal wird von ANAC Portugal geregelt. Der Luftraum selbst wird von NAV Portugal verwaltet. Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen — diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.
Gut zu wissen
OFFIZIELLE QUELLEN
- ANAC – Drohnenvorschriften Offizielle Regeln und Ressourcen der portugiesischen Zivilluftfahrtbehörde zu Drohnen anac.pt
- ANAC – Als Betreiber registrieren Kostenlose Registrierung als UAS-Betreiber (3 Jahre gültig, in allen EU-/EASA-Ländern anerkannt) anac.pt
- NAV Portugal – Luftrauminformationen Portugiesischer Flugsicherungs- und Luftrauminformationsdienst nav.pt
- ANAC – Zusammenfassung der Drohnenvorschriften Zusammenfassung der wichtigsten Regeln für Freizeit- und gewerbliche Drohnenpiloten anac.pt
- AAN – Genehmigung für Luftaufnahmen Kostenloser Antrag auf Genehmigung zur Aufnahme von Luftbildern (e-AAN-Plattform) aan.pt
WEITERE RESSOURCEN
Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen von ANAC und AAN. Diese App ist ein Hilfsmittel – keine rechtliche Instanz. Portugal folgt den EASA-Vorschriften mit nationalen Ergänzungen.
Die App
Alles im Blick, aktuell – in deiner Hosentasche
DrohnenKoll zeigt Flugverbotszonen, Wetterdaten und NOTAMs auf einer interaktiven Karte an – mit integriertem Flugprotokoll und Checklisten.
Mehr in der App: Interaktive Zonenkarte · Flugprotokoll · Planung und Messung · Checklisten vor dem Flug