Darf man im Vereinigten Königreich eine Drohne fliegen?

Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.

Behörde

UK Civil Aviation Authority (CAA)

Rahmenwerk

UK Regulation (EU) 2019/947 & 2019/945 + Air Navigation Order 2016 (in der geänderten Fassung)

Kompetenznachweis

Flyer ID und Operator ID

WICHTIGSTE REGELN

  1. Max. 120 m (400 ft) über Grund
  2. Flyer ID ab 100 g erforderlich – bestehe den Online-Test der CAA (40 Fragen, Bestehensgrenze: 75 %)
  3. Operator ID erforderlich, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt oder mit Kamera 100 g oder mehr – £12,34 pro Jahr, der Eigentümer muss mindestens 18 sein; bringe die ID an jeder Drohne an.
  4. Halte jederzeit selbst direkten Sichtkontakt zur Drohne – ohne Hilfsmittel und in so geringer Entfernung, dass du ihre Ausrichtung erkennen und auf andere Luftfahrzeuge achten kannst. Eine feste gesetzliche Höchstentfernung in Metern gibt es nicht – wie weit du fliegen kannst, hängt von Sichtweite, Lichtverhältnissen und der Drohne selbst ab, nicht von einem festgelegten Radius.
  5. Drohnen unter 250 g oder der Klasse UK0/UK1/C0 (C1 bis 31. Dez. 2027): Du darfst näher an unbeteiligte Personen heran und über sie fliegen, aber niemals über Menschenansammlungen. Andere Drohnen: Halte mindestens 50 m Abstand zu unbeteiligten Personen und fliege nie über sie; in der Standard-Unterkategorie Far from People (A3) musst du außerdem 150 m Abstand zu Wohn-, Erholungs-, Gewerbe- und Industriegebieten halten (einschl. Parks, Stränden und Sehenswürdigkeiten). Mit einem A2-Zeugnis: UK2 (C2 bis Ende 2027) 30 m bzw. 5 m im Langsamflugmodus; andere Drohnen unter 2 kg 50 m.
  6. Flight Restriction Zones (FRZ) umgeben Flughäfen, ihre genaue Form und Größe unterscheiden sich jedoch von Flughafen zu Flughafen – einen allgemeingültigen „Kreis von 5 km“ gibt es nicht. Prüfe die konkrete FRZ immer in der offiziellen UAS-Beschränkungskarte von NATS, bevor du in Flughafennähe fliegst.
  7. Nachtflüge: Ein grün blinkendes Licht muss eingeschaltet sein (rüste eines nach, wenn deine Drohne keines hat)
  8. Eine Haftpflichtversicherung (nach EG-Verordnung 785/2004) ist für gewerbliche, also nicht private Flüge sowie für jede Drohne ab 20 kg vorgeschrieben — bei leichteren Freizeitflügen freiwillig, aber empfohlen.
  9. Remote ID wird schrittweise eingeführt: ab Januar 2026 für UK-klassifizierte Drohnen (UK1/UK2/UK3/UK5/UK6); ab Januar 2028 vollständig verpflichtend
  10. Das Vereinigte Königreich gehört NICHT zur EASA – EU-Pilotenzeugnisse sind im Vereinigten Königreich nicht gültig
  11. In London gibt es dauerhafte Sperrgebiete, in denen alle Drohnen unabhängig von ihrer Größe verboten sind: R157 (Hyde Park – umfasst auch Westminster, das Parlament, die Downing Street und den Buckingham Palace), R158 (City of London) und R159 (Isle of Dogs/Canary Wharf). Für Flüge dort ist eine Enhanced Non-Standard Flight-Freigabe über NATS erforderlich – beantrage sie mindestens 21 Tage im Voraus (für Londoner Gebiete kann es länger dauern). Auch Windsor Castle (R156) und Windsor Great Park (R161) sind dauerhafte Flugverbotsgebiete für Drohnen.

Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

Aktuelle NOTAM-Daten in der App · Regeln und Checklisten
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Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um im Vereinigten Königreich eine Drohne zu fliegen?

Im Vereinigten Königreich brauchst du für die meisten Drohnen eine Flyer ID (aus einem kostenlosen Online-Test) und für jede Drohne ab 250 g — oder ab 100 g, wenn sie eine Kamera hat — eine Operator ID (Registrierung). Beide werden von der UK CAA ausgestellt. Vollständige Anforderungen und offizielle Quellen findest du unten.

Darf ich im Vereinigten Königreich als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?

Ja — aber Besucher müssen sich zuerst bei der UK CAA registrieren: ausländische oder EASA-Registrierungen und -Zeugnisse werden nicht anerkannt. Eine Kameradrohne ab 100 g, auch eine DJI Mini, erfordert den kostenlosen Onlinetest Flyer ID plus eine Operator ID (12,34 Pfund pro Jahr, ab 18 Jahren), die auf der Drohne angebracht wird. Für Freizeitdrohnen unter 20 kg ist die Versicherung freiwillig. Die Regeln für ausländische Piloten können sich ändern – kläre daher vor der Reise stets mit der zuständigen Behörde ab, was gilt, und sieh dir die offiziellen Quellen unten an. Zuständige Behörde: UK Civil Aviation Authority (CAA).

Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften im Vereinigten Königreich?

Kurz gesagt: Max. 120 m (400 ft) über Grund. Hinzu kommt: Flyer ID ab 100 g erforderlich – bestehe den Online-Test der CAA (40 Fragen, Bestehensgrenze: 75 %). Außerdem: Operator ID erforderlich, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt oder mit Kamera 100 g oder mehr – £12,34 pro Jahr, der Eigentümer muss mindestens 18 sein; bringe die ID an jeder Drohne an. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – im Vereinigten Königreich können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.

Wo darf ich im Vereinigten Königreich keine Drohne fliegen?

Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Die offizielle Karte für die Zonen im Vereinigten Königreich ist unten unter Quellen verlinkt, und die DrohnenKoll-App zeigt dir dazu die aktuellen NOTAMs (vorübergehende Luftraumbeschränkungen).

Wer regelt das Fliegen von Drohnen im Vereinigten Königreich?

Für den Drohnenflug im Vereinigten Königreich ist diese Behörde zuständig: UK Civil Aviation Authority (CAA). Den Luftraum selbst verwaltet eine eigene Stelle: NATS. Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen – diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.

Gut zu wissen

OFFIZIELLE QUELLEN

WEITERE RESSOURCEN

Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der CAA. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Das Vereinigte Königreich hat eigene, von der EU/EASA getrennte Drohnenvorschriften. Örtliche Satzungen der Gemeinden können weitere Beschränkungen vorsehen.

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