Darf man in Kroatien eine Drohne fliegen?

Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.

Behörde

Croatian Civil Aviation Agency (CCAA)

Rahmenwerk

EU 2019/947 (offene EASA-Kategorie) + nationaler Vollzugsrahmen

Kompetenznachweis

Drohnenpilotenzeugnis

WICHTIGSTE REGELN (OFFENE KATEGORIE NACH EASA)

  1. Jeder Drohnenflug in Kroatien muss vorab über AMC genehmigt werden (Einrichtung einer Ad-hoc-Luftraumstruktur) – für alle Drohnen unabhängig von ihrer Masse. Du musst zuerst ein Benutzerkonto im AMC-Portal registrieren (warte, bis es bearbeitet ist). Bis 120 m außerhalb einer CTR und bis 50 m innerhalb einer CTR (außerhalb der Zonen um Flugplätze und vorübergehender Flugverbotszonen) wird die Genehmigung am Tag des Flugs automatisch in der App AMC Portal Mobile erteilt; in anderen Fällen über das reguläre Verfahren (Antrag 7 Tage im Voraus).
  2. In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten, sodass an einem Hang auch das Gelände neben dir zählen kann. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden.
  3. Du musst dich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder bei einem Aufprall mehr als 80 J kinetische Energie übertragen könnte) – das gilt sogar für Spielzeug. Unter 250 g ist die Registrierung trotzdem verpflichtend, wenn die Drohne einen Sensor hat, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug im Sinne der EU-Spielzeugrichtlinie. Die Anforderungen an Pilotenschulung/-zeugnis sind davon getrennt und hängen von der Klasse und Unterkategorie der Drohne ab.
  4. Das Mindestalter für das selbstständige Fliegen in der offenen Kategorie beträgt 16 Jahre – die A1/A3-Online-Schulung und -Prüfung sind 5 Jahre gültig und in der gesamten EU anerkannt. Jüngere Piloten dürfen nur unter direkter Aufsicht eines zertifizierten Piloten fliegen.
  5. Eine Haftpflichtversicherung (mindestens 750.000 SZR, Verordnung (EG) 785/2004) ist Pflicht, wenn du mit einer Drohne Arbeitsflüge durchführst – laut CCAA zählt dazu auch das Fotografieren und Filmen zu privaten Zwecken. Für reine Freizeitflüge ohne Arbeitsflüge (Drohne bis 20 kg) ist sie nicht vorgeschrieben.
  6. Naturschutzgebiete (Nationalparks, Naturparks usw.): Drohnenflüge nur mit vorheriger Genehmigung der öffentlichen Einrichtung, die das Gebiet verwaltet. Im NP Plitvicer Seen und im NP Krka sind Drohnenaufnahmen verboten, außer ausnahmsweise mit Genehmigung der Einrichtung.
  7. In der offenen Kategorie musst du die Drohne in direkter Sichtverbindung mit bloßem Auge halten (Brille/Kontaktlinsen sind erlaubt; Fernglas oder Bildschirm zählen nicht) – oder mit Hilfe eines Beobachters, wobei ihr jederzeit klar und wirksam miteinander kommuniziert, damit ihr gemeinsam den Luftraum überwacht und Zusammenstöße vermeidet. Der „Follow-me“-Modus ist eine gesonderte Ausnahme, zulässig bis 50 m vom Piloten.
  8. Fliege nicht über Menschenansammlungen. Die Vorschriften für unbeteiligte Personen hängen von der Unterkategorie, der Klassenkennzeichnung und den Betriebsbedingungen ab; prüfe die offizielle Matrix.
  9. In Kroatien werden die Zonen um Flugplätze national festgelegt (NN 20/2023, Art. 4): Innerhalb von 1.500 m vom Zaun eines kontrollierten Flugplatzes und 500 m seitlich der Anflugachse bis 3.500 m ab der Schwelle ist der Flug bedingt verboten (Genehmigung nur ausnahmsweise über das reguläre Verfahren). Im übrigen Teil der Kontrollzone (CTR) wird eine Genehmigung bis 50 m über Grund automatisch in der App AMC Portal Mobile erteilt, über 50 m nur über das reguläre Verfahren. In der Nähe eines unkontrollierten Flugplatzes (1.500 m von seinen Rändern, 500 m seitlich der Anflugachse bis 2.500 m ab der Schwelle) ist die vorherige Zustimmung des Flugplatzbetreibers erforderlich. Prüfe vor einem Flug in der Nähe eines Flughafens, Flugplatzes oder Hubschrauberlandeplatzes die offizielle Drohnenzonenkarte.
  10. Nachtflüge sind gemäß den EASA-Grundvorschriften für die offene Kategorie zulässig, sofern das vorgeschriebene grün blinkende Licht verwendet wird, es sei denn, eine geltende geografische Zonenregelung oder nationale Vorschrift sieht strengere Auflagen vor.
  11. Fliege nicht in der Nähe von Bränden oder Einsatzorten von Rettungskräften – eine Drohne im Einsatzbereich von Löschflugzeugen gefährdet die Brandbekämpfung. Vorübergehende Flugverbotszonen (z. B. Spiele, Veranstaltungen) werden im AMC-Portal veröffentlicht.

Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

Aktuelle NOTAM-Daten in der App · Regeln und Checklisten
Offizielle Drohnenkarte öffnen ↗

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Kroatien eine Drohne zu fliegen?

Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können – sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. Davon zu unterscheiden ist der Kompetenznachweis (hier: „Drohnenpilotenzeugnis“): Den brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du über einen Online-Theorietest der zuständigen Behörde – hier: Croatian Civil Aviation Agency (CCAA). Er gilt dann im gesamten EASA-Raum, nicht nur in diesem Land.

Darf ich in Kroatien als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?

Ja – die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso in Kroatien. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal – in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst. Zuständige Behörde hier: Croatian Civil Aviation Agency (CCAA). Kroatien betreibt über die staatliche Vermessungsverwaltung ein eigenes Genehmigungssystem für Luftaufnahmen, das über gelegentliche private Aufnahmen hinaus auch für Drohnenfotografie gelten kann. Die Luftfahrtbehörde rät ausländischen Piloten zu prüfen, ob ihre Aufnahmen diese Genehmigung brauchen.

Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Kroatien?

Kurz gesagt: Jeder Drohnenflug in Kroatien muss vorab über AMC genehmigt werden (Einrichtung einer Ad-hoc-Luftraumstruktur) – für alle Drohnen unabhängig von ihrer Masse. Du musst zuerst ein Benutzerkonto im AMC-Portal registrieren (warte, bis es bearbeitet ist). Bis 120 m außerhalb einer CTR und bis 50 m innerhalb einer CTR (außerhalb der Zonen um Flugplätze und vorübergehender Flugverbotszonen) wird die Genehmigung am Tag des Flugs automatisch in der App AMC Portal Mobile erteilt; in anderen Fällen über das reguläre Verfahren (Antrag 7 Tage im Voraus). Hinzu kommt: In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten, sodass an einem Hang auch das Gelände neben dir zählen kann. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden. Außerdem: Du musst dich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn deine Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder bei einem Aufprall mehr als 80 J kinetische Energie übertragen könnte) – das gilt sogar für Spielzeug. Unter 250 g ist die Registrierung trotzdem verpflichtend, wenn die Drohne einen Sensor hat, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug im Sinne der EU-Spielzeugrichtlinie. Die Anforderungen an Pilotenschulung/-zeugnis sind davon getrennt und hängen von der Klasse und Unterkategorie der Drohne ab. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Kroatien können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.

Wo darf ich in Kroatien keine Drohne fliegen?

Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Die offizielle Karte für die Zonen in Kroatien ist unten unter Quellen verlinkt, und die DrohnenKoll-App zeigt dir dazu die aktuellen NOTAMs (vorübergehende Luftraumbeschränkungen).

Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Kroatien?

Für den Drohnenflug in Kroatien ist diese Behörde zuständig: Croatian Civil Aviation Agency (CCAA). Den Luftraum selbst verwaltet eine eigene Stelle: Croatia Control. Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen – diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.

Gut zu wissen

OFFIZIELLE QUELLEN

WEITERE RESSOURCEN

Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der CCAA und das AMC-Portal. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Kroatien folgt den EASA-Vorschriften mit nationalen Ergänzungen, darunter eine Genehmigungspflicht für Flüge in Naturschutzgebieten.

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