Darf man in Liechtenstein eine Drohne fliegen?
Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.
Behörde
Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) / BAZL
Rahmenwerk
EU 2019/947 (offene EASA-Kategorie) + nationaler Vollzugsrahmen
Kompetenznachweis
Fernpiloten-Zertifikat
WICHTIGSTE REGELN (OFFENE KATEGORIE NACH EASA)
- In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche — nicht einfach senkrecht nach unten, sodass in der Nähe eines Hangs auch der Boden neben Ihnen zählen kann. Innerhalb von 50 m eines hohen künstlichen Hindernisses (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden.
- Folgt vollständig den Schweizer BAZL-Drohnenregelungen
- Sie müssen sich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn Ihre Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder bei einem Aufprall mehr als 80 J Bewegungsenergie übertragen könnte) — das gilt auch für Spielzeuge. Unter 250 g ist eine Registrierung dennoch erforderlich, wenn die Drohne über einen Sensor verfügt, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug nach der EU-Spielzeugrichtlinie. Die Betreibernummer (ohne die letzten drei Zeichen) muss gut sichtbar auf jeder Drohne angebracht sein. Anforderungen an Pilotenschulung/-nachweis sind separat geregelt und hängen von Klasse und Unterkategorie der Drohne ab.
- Mindestalter Fernpilot (offene Kategorie): 12 Jahre; Jüngere nur unter Aufsicht einer mindestens 16-jährigen Person mit Zertifikat
- Verpflichtende Haftpflichtversicherung für Drohnen über 250 g (Deckung CHF 1 Mio.)
- Remote ID (Fernidentifizierung) muss während des Flugs eingeschaltet sein, mit hinterlegter Betreibernummer — ausgenommen Klasse C0, Legacy- und selbstgebaute Drohnen
- Permanente Drohnenflugverbotszone «Regierungsgebäude – Landtag – Schloss Vaduz» (alle Gewichtsklassen). Ausnahmebewilligungen können beim Amt für Hochbau und Raumplanung beantragt werden.
- Heliport Balzers (LSXB): In Teilen von Balzers sind Drohnen über 250 g verboten, direkt am Heliport alle Drohnen — Ausnahmen nur mit Bewilligung
- In der offenen Kategorie müssen Sie die Drohne in Ihrer eigenen Sichtlinie, mit bloßem Auge halten (Brille/Kontaktlinsen sind in Ordnung; Fernglas oder Bildschirm zählen nicht) — oder mit Unterstützung eines Beobachters fliegen, wobei jederzeit eine klare und wirksame Kommunikation zwischen Ihnen bestehen muss, damit Sie gemeinsam den Luftraum beobachten und Kollisionen vermeiden können. Der Follow-me-Modus ist eine separate Ausnahme, erlaubt bis zu 50 m vom Piloten entfernt.
- Nachtflüge nur auf Sichtweite und mit eingeschalteten Positionslichtern; Distanz entsprechend verkürzen
- Fliegen Sie nicht über Menschenansammlungen. Die Vorschriften für unbeteiligte Personen hängen von der Unterkategorie, der Klassenkennzeichnung und den Betriebsbedingungen ab; bitte beachten Sie die offizielle Matrix.
- Es gibt keinen einheitlichen EU-weiten Abstand, den Sie zu Flughäfen einhalten müssen. Beschränkungen in der Nähe von Flughäfen werden als geografische Gebiete (Artikel 15) veröffentlicht, deren Form und Größe von Flughafen zu Flughafen variieren. Bevor Sie in der Nähe eines Flughafens, Flugplatzes oder Hubschrauberlandeplatzes fliegen, prüfen Sie die offizielle Drohnen-Zonenkarte; das Fliegen innerhalb einer Kontrollzone (CTR) erfordert in der Regel eine vorherige Genehmigung der Flugverkehrskontrolle.
- Vor jedem Flug zusätzlich das DABS (Daily Airspace Bulletin Switzerland, skybriefing.com/de/dabs) prüfen — ist das Fluggebiet betroffen, darf nicht geflogen werden.
- Sehr kleines Land — grenzüberschreitende Flüge in die Schweiz oder nach Österreich erfordern Aufmerksamkeit
- Alpines Gelände: auf Hubschrauberrouten achten
Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um in Liechtenstein eine Drohne zu fliegen?
Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können – sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. Davon zu unterscheiden ist der Kompetenznachweis (hier: „Fernpiloten-Zertifikat“): Den brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du über einen Online-Theorietest der zuständigen Behörde – hier: Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) / BAZL. Er gilt dann im gesamten EASA-Raum, nicht nur in diesem Land.
Darf ich in Liechtenstein als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?
Ja – die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso in Liechtenstein. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal – in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst. Zuständige Behörde hier: Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) / BAZL. Es gilt Schweizer Drohnenrecht. Wer in einem EASA-Staat wohnt (EU, Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island), registriert sich im Wohnsitzland; alle anderen registrieren sich vor dem Flug (in der Schweiz über dLIS des FOCA, CHF 10), sofern nicht bereits in einem EASA-Staat registriert. Führe deine Operator ID mit. Drohnen ab 250 g brauchen eine Haftpflichtversicherung über mindestens CHF 1 Million. Schloss Vaduz und das Regierungsviertel: Sperrzone.
Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften in Liechtenstein?
Kurz gesagt: In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche — nicht einfach senkrecht nach unten, sodass in der Nähe eines Hangs auch der Boden neben Ihnen zählen kann. Innerhalb von 50 m eines hohen künstlichen Hindernisses (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden. Hinzu kommt: Folgt vollständig den Schweizer BAZL-Drohnenregelungen. Außerdem: Sie müssen sich als Drohnenbetreiber registrieren, wenn Ihre Drohne 250 g oder mehr wiegt (oder bei einem Aufprall mehr als 80 J Bewegungsenergie übertragen könnte) — das gilt auch für Spielzeuge. Unter 250 g ist eine Registrierung dennoch erforderlich, wenn die Drohne über einen Sensor verfügt, der personenbezogene Daten erfassen kann, es sei denn, sie gilt als Spielzeug nach der EU-Spielzeugrichtlinie. Die Betreibernummer (ohne die letzten drei Zeichen) muss gut sichtbar auf jeder Drohne angebracht sein. Anforderungen an Pilotenschulung/-nachweis sind separat geregelt und hängen von Klasse und Unterkategorie der Drohne ab. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – in Liechtenstein können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.
Wo darf ich in Liechtenstein keine Drohne fliegen?
Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Die offizielle Karte für die Zonen in Liechtenstein ist unten unter Quellen verlinkt, und die DrohnenKoll-App zeigt dir dazu die aktuellen NOTAMs (vorübergehende Luftraumbeschränkungen).
Wer regelt das Fliegen von Drohnen in Liechtenstein?
Für den Drohnenflug in Liechtenstein ist diese Behörde zuständig: Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) / BAZL. Diese Stelle ist sowohl für die Vorschriften als auch für den Luftraum verantwortlich. Die offiziellen Seiten sind unten unter Quellen verlinkt – dort werden Änderungen zuerst veröffentlicht.
Gut zu wissen
OFFIZIELLE QUELLEN
- FOCA/BAZL — DrohnenvorschriftenLiechtenstein folgt den Schweizer BAZL-Drohnenregelungenbazl.admin.ch
- FOCA — Als Betreiber registrierenGleiches Registrierungssystem wie die Schweiz (CHF 10, unbegrenzt gültig)bazl.admin.ch
- BAZL-Drohnenkarte — LuftraumkarteOffizielle Drohnenkarte des BAZL (gilt auch in Liechtenstein)map.geo.admin.ch
- Landespolizei Liechtenstein — DrohnenDrohneninformationen und Flugverbotszonen in Liechtensteinlandespolizei.li
WEITERE RESSOURCEN
Prüfe vor jedem Flug stets die offiziellen Quellen von FOCA/BAZL und die BAZL-Drohnenkarte. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Liechtenstein folgt den Schweizer FOCA/EASA-Regelungen.
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