Darf man auf Malta eine Drohne fliegen?
Ob du fliegen darfst, hängt von deiner Drohne, deiner Registrierung und dem genauen Ort ab, an dem du fliegst. Hier findest du alles, was du wissen musst: die wichtigsten Vorschriften, Flugverbotszonen und die offiziellen Quellen – alles an einem Ort.
Behörde
Transport Malta — Civil Aviation Directorate (TM-CAD)
Rahmenwerk
EU 2019/947 & 2019/945 + Air Navigation Act (Cap. 641) + TM-CAD Regulatory Instrument 006/2024 V2 (in Kraft ab 1. September 2026)
Kompetenznachweis
Fernpilotenzeugnis
WICHTIGSTE REGELN (OFFENE KATEGORIE NACH EASA)
- In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Bodenoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten; in der Nähe eines Hangs kann also auch das Gelände neben dir zählen. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden.
- Registrierung als UAS-Betreiber unter tmcad.idronect.com (25 €/Jahr; Besucher mit EASA-Betreibernummer: 10 € für 3 Monate)
- Die Betreiberregistrierungsnummer oder ihr QR-Code muss ausgedruckt und an der Drohne angebracht werden – die Polizei kann das kontrollieren, und bei Verstößen droht eine Strafe.
- A1/A3-Zeugnis erforderlich für Drohnen über 250 g (Online-Schulung, Prüfung in den Büros der TM-CAD in Lija) – Mindestalter 16
- Drohnen mit Klassenkennzeichnung C1, C2 oder C3, die mit Remote ID ausgestattet sind, müssen mit aktiver und aktueller Remote ID fliegen, in die die Betreiberregistrierungsnummer eingegeben ist.
- Haftpflichtversicherung für Drohnen jeden Gewichts verpflichtend
- Das GESAMTE Land ist kontrollierter Luftraum – prüfe stets IDRONECT
- In der offenen Kategorie musst du die Drohne in deiner direkten Sichtlinie halten, nur mit deinen eigenen Augen (Brille/Kontaktlinsen sind in Ordnung; Fernglas oder Bildschirm zählen nicht) – oder mit Hilfe eines Beobachters fliegen, wobei ihr jederzeit klar und wirksam miteinander kommuniziert, damit ihr gemeinsam den Luftraum absuchen und Kollisionen vermeiden könnt. Der „Follow-me“-Modus ist eine eigene Ausnahme, zulässig bis 50 m vom Piloten entfernt.
- Fliege nicht über Menschenansammlungen. Die Vorschriften für unbeteiligte Personen hängen von der Unterkategorie, der Klassenkennzeichnung und den Betriebsbedingungen ab; prüfe die offizielle Matrix.
- Ganz Malta ist kontrollierter Luftraum – jeder Drohnenflug erfordert eine Genehmigung der TM-CAD über tmcad.idronect.com. Viele Anfragen mit geringem Risiko werden innerhalb weniger Minuten automatisch genehmigt, wenn das System bestätigt, dass der Flug regelkonform ist; halte dich an die Auflagen in deinem Authorisation Form. Eine eigene Flugverbotszone von 5 km umfasst das Gebiet des Malta International Airport.
- Flüge, die nicht automatisch genehmigt werden, müssen mindestens 5 Arbeitstage im Voraus eingereicht werden. Um in einer Beschränkungszone zu fliegen, lade in IDRONECT ein Erlaubnisschreiben („no objection“) des Zoneninhabers hoch.
- Nachtflüge ohne gesonderte Genehmigung verboten
- Valletta ist eine „Special Permit Zone“: Gewerbliche Flüge erfordern eine Sondergenehmigung, einschließlich eines „no objection“ des Office of the Prime Minister. Prüfe für jeden anderen Flug in Valletta und den übrigen Beschränkungszonen vor dem Fliegen die IDRONECT-Karte und die Genehmigungsauflagen.
Flugverbotszonen und Flugbeschränkungen

Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Lizenz oder ein Zertifikat, um auf Malta eine Drohne zu fliegen?
Hier werden leicht zwei verschiedene Dinge verwechselt. Die Registrierung als Drohnenbetreiber ist bereits erforderlich, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder über eine Kamera oder einen Sensor verfügt, mit dem personenbezogene Daten erfasst werden können – sie betrifft also auch viele Drohnen unter 250 g, sofern sie nicht unter die Ausnahmeregelung für Spielzeug fallen. Davon zu unterscheiden ist der Kompetenznachweis (hier: „Fernpilotenzeugnis“): Den brauchst du erst, wenn die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder die Klassenkennzeichnung C1 oder höher trägt. Eine Kameradrohne unter 250 g erfordert also die Registrierung, aber keine Prüfung. Den Nachweis erhältst du über einen Online-Theorietest der zuständigen Behörde – hier: Transport Malta — Civil Aviation Directorate (TM-CAD). Er gilt dann im gesamten EASA-Raum, nicht nur in diesem Land.
Darf ich auf Malta als Tourist oder ausländischer Besucher eine Drohne fliegen?
Ja – die EU-Drohnenvorschriften gelten auch für Besucher. Bist du bereits in einem anderen EASA-Land als Drohnenbetreiber registriert, gelten diese Registrierung und dein A1/A3-Kompetenznachweis (auch A2) ebenso auf Malta. Kommst du von außerhalb des EASA-Raums, registrierst du dich ein einziges Mal – in dem EASA-Land, in dem du zuerst fliegen willst. Zuständige Behörde hier: Transport Malta — Civil Aviation Directorate (TM-CAD). Malta verlangt eine Haftpflichtversicherung für Drohnen jeden Gewichts, und besuchende Piloten müssen sich zusätzlich im IDRONECT-Portal von Transport Malta registrieren — 10 € für drei Monate, wenn du bereits eine EASA-Betreibernummer hast, sonst 25 €. Das ganze Land ist kontrollierter Luftraum, daher braucht jeder Drohnenflug eine Genehmigung der TM-CAD.
Was sind die wichtigsten Drohnenvorschriften auf Malta?
Kurz gesagt: In der offenen Kategorie beträgt die maximale Höhe 120 m, gemessen als Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Bodenoberfläche – nicht einfach senkrecht nach unten; in der Nähe eines Hangs kann also auch das Gelände neben dir zählen. Innerhalb von 50 m um ein hohes künstliches Hindernis (über 105 m) kann die maximale Höhe auf Antrag der für das Hindernis verantwortlichen Stelle auf bis zu 15 m über der Höhe des Hindernisses erhöht werden. Hinzu kommt: Registrierung als UAS-Betreiber unter tmcad.idronect.com (25 €/Jahr; Besucher mit EASA-Betreibernummer: 10 € für 3 Monate). Außerdem: Die Betreiberregistrierungsnummer oder ihr QR-Code muss ausgedruckt und an der Drohne angebracht werden – die Polizei kann das kontrollieren, und bei Verstößen droht eine Strafe. Das sind die zentralen Luftfahrtregeln – auf Malta können je nach Ort zusätzlich Bestimmungen zu Luftraum, Landnutzung, Natur, Datenschutz und Fotografie gelten. Prüfe daher immer die offiziellen Quellen.
Wo darf ich auf Malta keine Drohne fliegen?
Nicht befliegen darfst du die Sperrzonen – typischerweise rund um Flughäfen, Gefängnisse, Militärgelände und Naturschutzgebiete. Die offizielle Karte für die Zonen auf Malta ist unten unter Quellen verlinkt, und die DrohnenKoll-App zeigt dir dazu die aktuellen NOTAMs (vorübergehende Luftraumbeschränkungen).
Wer regelt das Fliegen von Drohnen auf Malta?
Für den Drohnenflug auf Malta ist diese Behörde zuständig: Transport Malta — Civil Aviation Directorate (TM-CAD). Den Luftraum selbst verwaltet eine eigene Stelle: Malta Air Traffic Services (MATS). Die offiziellen Seiten beider Organisationen findest du unten unter Quellen – diese Links solltest du als Lesezeichen speichern.
Gut zu wissen
OFFIZIELLE QUELLEN
- TM-CAD – DrohnenvorschriftenOffizielle Drohnenregeln der Zivilluftfahrtdirektion von Transport Maltatransport.gov.mt
- TM-CAD – Als Betreiber registrierenRegistriere dich als UAS-Betreiber unter tmcad.idronect.com (25 €/Jahr, gültig in allen EU-/EASA-Ländern; 10 € für 3 Monate für Besucher, die bereits eine EASA-Betreibernummer haben)transport.gov.mt
- IDRONECT – FlugmanagementPlattform zur Planung und Genehmigung von Drohnenflügen in Maltatmcad.idronect.com
- TM-CAD – Überblick über die RegelnÜberblick über die Regeln für das Fliegen von Drohnen in Maltatransport.gov.mt
WEITERE RESSOURCEN
Prüfe vor dem Fliegen stets die offiziellen Quellen der TM-CAD und IDRONECT. Diese Seite ist ein Hilfsmittel – keine Rechtsquelle. Malta folgt den EASA-Vorschriften – beachte, dass das gesamte Land kontrollierter Luftraum ist.
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